Schulpartnerschaft überwindet Grenzen!
 

Nicht nur hier in Deutschland stellt sich das Leben der Bevölkerung auf den Kopf. Auch in Nepal beeinträchtigt das Coronavirus die Bevölkerung maßgeblich. Den folgenden Block werden wir regelmäßig mit neuen Informationen aktualisieren.

Wir sind keine Journalisten, hier Niedergeschriebenes stammt aus eigenen Recherchen in nepalesischen Zeitschriften, Webseiten und natürlich von Freunden und uns bekannten Insidern. Wir werden Sie an dem, was wir aus Nepal erfahren, teilhaben lassen.

Updates

12.09.2020
"Härter als das Beben"

Nepal

Die Süddeutsche Zeitung zitiert Deepa Chaulagain (Tourguide im Kathmandu-Tal):

 

"Die Pandemie ist für uns definitiv schlimmer als das Erdbeben 2015, obwohl dabei meine Schwiegermutter ums Leben gekommen ist. Damals konnten wir wenigstens raus, wir konnten etwas tun, den Schutt wegräumen. Aber nun können wir nur warten. Ich weiß nicht, wie lange wir das als Familie und als Gesellschaft noch aushalten.

Die Regierung plant nun, zumindest aus den Nachbarländern und dem Mittleren Osten wieder Flüge zu erlauben. Aber wir glauben, das ist nur, um die vielen Gastarbeiter heimzuholen, die ihre Arbeit in Katar oder Dubai verloren haben."

 

(hier zum vollständigen Artikel)

12.09.2020
über 50.000 Infizierte

Nepal

Laut Johns Hopkins University wurden in Nepal 52880 Personen mit dem Coronavirus infiziert. 322 Todesfälle wurden bestätigt. Mindestens 36672 Personen sind mittlerweile wieder genesen.

20.08.2020
Die Fallzahlen steigen

Nepal

Über die Sommerferien war diese Seite im Stillstand, deswegen eine kurze Zusammenfassung über den Verlauf der Pandemie in Nepal:

 

Hier sehen Sie recht deutlich wie sich die Coronafallzahlen im letzten Monat entwickelt haben: Mitte Juli gab es auffällig wenig neue Fälle - doch auch in Nepal war damit die Pandemie längst nicht überwunden. Spätestens August war der Trend klar: Die Zahlen entwickelten sich wieder nach oben. So hoch, dass am 18. August allein über 1000 neue Fälle bestätigt wurden.

 

Es gab etliche Lockerungen (lesen sie hier [all-in.de] und hier [Stuttgarter Zeitung]; der landesweite Lockdown wurde am 21. Juni aufgehoben), doch heute, am 20.08., wurden im Kathmandu Valley als Reaktion auf die hohen Fallzahlen wieder starke Einschränkungen getroffen. Die "Nepali Times" schreibt von einem "Lockdown 2.0" in Kathmandu.

21.07.2020
Update von Nima

Nepal

"Die Regierung hat nach einem fast viermonatigen Lockdown angekündigt, überall wieder einen normalen Schulbetrieb gewährleisten zu wollen. [...] Alle Lehrer sollten ab Mitte Juli an ihrer eigenen Schule wieder anwesend sein und damit beginnen, alternative, von der Regierung empfohlene, Unterrichtsformen anzubieten. Viele kommunale Verwaltungsebene haben schon beschlossen, den Schulbetrieb unter Berücksichtigung der Abstandregelungen fortzusetzen. Auch unsere Partnerschulen sind bereits wieder in Betrieb [...]. Es wird versucht, langsam wieder den Normalzustand zu erreichen.

Die LehrerInnen, die aus anderen Distrikten kommen, sollen zu Beginn zwei Wochen in Quarantäne bleiben, dann können sie wieder unterrichten. Die meisten LehrerInnen in Gati haben ihre zweiwöchige Quarantänezeit in der Schule bereits hinter sich und unterrichten abwechselnd in den Dörfern."

07.07.2020
Video aus Gati

Nepal
Schule während des Lockdowns - ein Facebookpost von Namaste Nepal Kathmandu

06.07.2020
Mundschutzpflicht eingeführt

Nepal

Ab sofort das Tragen eines Mund- und Nasenschutzes an öffentlichen Orten Pflicht.

greenpeace-magazin.de berichtet: "Wer sich nicht daran hält, kann mit einer Geldstrafe von umgerechnet rund 70 Cent (100 nepalesische Rupien) - das ist etwa der Betrag einer Mahlzeit für eine vierköpfige Familie mit Reis und Linsen - oder bis zu einem Monat Gefängnis bestraft werden[...]. «Wir hatten gehofft, dass die Leute einfach zu ihrem eigenen Schutz und zur Sicherheit ihrer Familien und der Gesellschaft Masken tragen würden», sagte ein Ministeriumssprecher. «Aber das taten sie nicht.» In Nepal wird der Lockdown allmählich gelockert. Das gilt nicht für den öffentlichen Verkehr. Internationale Grenzen, Schulen und Bars bleiben weiter geschlossen."

12.06.2020
Demonstrationen und Proteste

Nepal

In verschiedenen Städten Nepals gehen immer mehr junge Menschen auf die Straße. Sie sind unzufrieden damit, wie die Regierung auf die Pandemie reagiert hat. Diese Unzufriedenheit zeigt sich auch in den Sozialen Netzwerken. taz.de zitiert einen Touristenführer, Anish Ma­nandhar, der wegen des Lockdowns arbeitslos geworden ist: „Hier in der Hauptstadt können wir noch mit der Situation umgehen, doch besonders in den Grenzregionen zu Indien im Süden ist die Lage kritisch." Wie ihm geht es vielen - Tourismus ist schließlich ein wichtiger Wirtschaftszweig für Nepal und zur Zeit vollständig eingebrochen.

27.05.2020
über 100 Neuinfektionen an einem einzigen Tag

Nepal

In Nepal wurden am Mittwoch 114 neue COVID-19-Fälle bestätigt, die höchste Zahl an einem einzigen Tag. Die Regierung rechnet mit einem exponentiellen Anstieg der Coronafälle im gesamten Land.

25.05.2020
Birgit Lienhart über die Situation

Nepal

Unsere Projektpartnerin und Freundin aus Nepal Brigit Lienhart schätzt in einem Facebookpost die Situation als sehr kritisch ein. Aber lest selbst! Auch beantwortet sie die Frage, wie man jetzt der nepalesischen Bevölkerung helfen kann.

mehr lesen

16.05.2020
Erster Todesfall

Nepal

Eine Frau aus Barhabise in Sindhupalchok starb an den Folgen des Viruses. Im Distrikt Sindhupalchok liegt auch unser Partnerdorf Gati. Besonders besorgniserregend: Kein einziger COVID-19-Fall wurde zuvor in Sindhupalchok gemeldet.

13.05.2020
#5 talking to Raj Gyawali

Nepal
Videoupdate
Für die Gesellschafter der Schülerfirma geht langsam wieder die Schule los. Doch wie sieht es da eigentlich in Nepal aus? (aufgezeichnet am 13.04; english)

23.04.2020
Warum so viele Fälle in Udayapur?

Nepal
Videoupdate
Udayapur ist eine Region östlich von Kathmandu und unserer Partnerregion. Auffällig: Über die Hälfte aller COVID-19-Fälle Nepals kommen aus dieser Region. Wir haben Raj Gyawali nach dem Grund dafür gefragt: (englisch)

20.04.2020
#4 talking to Raj Gyawali

Nepal
Videoupdate
Wie ist die Situation in den kleinen Dörfern Nepals, wie Gati, unserem Partnerdorf?

Auf "CC" klicken für deutsche Untertitel.

14.04.2020
Ausgangsperre verlängert

Nepal

Zum dritten Mal wurde die Ausgangssperre verlängert. Der Lockdown gilt jetzt bis zum 27. April.

13.04.2020
#3 talking to Raj Gyawali

Nepal
Videoupdate
Die aktuelle Situation in Nepal (englisch)

08.04.2020
Feste trotz Ausgangssperre

Nepal

Wie uns Raj in seinem ersten Video berichtete (s. 04.04.), wird die Ausgangsperre in Kathmandu sehr streng kontrolliert und eingehalten.
Das ist aber leider nicht im ganzen Land der Fall:
Gestern sahen wir Bilder in "The Himalayan Times", wie sich tausende Menschen im Westen Nepals der Sperre wiedersetzten und dicht gedrängt zusammen ein religiöses Fest zelebrieren.
Heute lesen wir in "The Kathmandu Post" die Überschrift: "Bergdistrikte in Sudurpaschim organisieren trotz des landesweiten Lockdowns große Feste." - lesen Sie hier den Artikel (englisch).

07.04.2020
#2 talking to Raj Gyawali

Nepal
Videoupdate
Wie ist die Situation an der Grenze von Nepal zu Indien?

Auf "CC" klicken für deutsche Untertitel.

06.04.2020
Ausgangssperre verlängert

Nepal

"Die heutige Kabinettssitzung hat beschlossen, die Ausgangssperre bis zum 15. April um Mitternacht zu verlängern, da weitere COVID-19-Fälle gemeldet wurden", so Barsaman Pun, "Minister for Energy" Nepals, zur "Kathmandu Post" am Montag. Auf das selbe Datum hat sich Indien festgelegt, wo über 4000 Infizierte und 129 Tode durch das Coronavirus bestätigt sind.
In Nepal wurden schon am Sonntag laut "TheAsiaLive" bei einem Treffen des Minister starke Einschränkungen der Bewegungsfreiheit der Menschen beschlossen. Die Ausgangssperre ist schon seit dem 24. März im ganzen Staat in Kraft.

05.04.2020
#1 talking to Raj Gyawali

Nepal
Videoupdate
Wie ist das Leben in Nepal? Wie gehen die Menschen mit der Ausgangsperre um?

Auf "CC" klicken für deutsche Untertitel.

04.04.2020
Wilderer nutzen Krise aus

Nepal

03.04.2020
Hier in Deutschland

Freiberg

Was uns traurig gemacht hat, war die Absage des Blues & Rock Festival in Altzella, an dem wir als Schülerfirma schon viele Jahre mit Kaffee, Kuchen und einem Basarstand vertreten waren. Für die Veranstalter ist dies ein großer Verlust und für uns eine wichtige Einnahmequelle, die in diesem Jahr wegfällt. Auch, dass Sitzungen der Schülerfirma nicht stattfinden können, stellt uns vor eine Herausforderung: WhatsApp und Mails sind wichtiger als je zuvor. Wir überlegen, wie wir mit der Coronakrise umgehen, wie wir als Schüler helfen können – ob hier in Freiberg oder in Gati, Nepal.

03.04.2020
Problem Wanderarbeiter

Nepal

Aktuell soll es in Nepal nur 6 mit Corona infizierte Menschen geben. Aber der Schein trügt und vor allem der Grenzbereich zu Indien und Westnepal können sich schnell zu einem Hot-Spot entwickeln. 100.000de Wanderarbeiter stehen dicht gedrängt an der Grenze zu Indien und wollen zurück nach Hause. Ein unkontrollierter Ausbruch des Coronavirus würde in Nepal wohl zu einer Katastrophe führen.

29.03.2020
Ausgangsperre

Nepal

In Nepal herrscht strenge Ausgangssperre, die laut der Deutschen Botschaft Kathmandu bis 08.04.20 gilt. Wir sehen untypische Bilder: In Kathmandu, der Stadt mit dem ständigen Verkehrscaos, sind die Straßen leer und der Himmel ist blau. In den deutschen Medien wurde über die Arbeit von Nepals Polizei berichtet, die sich einfallsreich zeigt - lesen Sie hier (t-online.de).

27.03.2020
Die Situation in Gati VDC

Nepal

„Eine große Zahl von Menschen zieht aus Kathmandu zurück in ihre Dörfer, um vor dem Virus besser geschützt zu sein“, so Nima Tshering Lama. Das ist auch in unserem Partnerdorf Gati zu spüren. Zudem wurde, wie in ganz Nepal auch, nach den Abschlussprüfungen die Schule für einen Monat geschlossen. „Die Dorfbewohner leben ihr normales Leben,“ beginnt Nima einen Satz, und beschreibt gleich darauf etwas, was sehr an die Hamsterkäufe hier in Deutschland erinnert: „…aber allmählich sehen sie sich mit einem Mangel an Lebensmitteln konfrontiert, da viele Menschen diese für spätere Verwendung horten.“

27.03.2020
Die Menschen

Nepal

Das Virus beschäftigt die Menschen in Nepal. Nima Tshering Lama schreibt uns auf Nachfrage: „Die Menschen haben eine seltsames Gefühl und bekommen Angst, wenn sie die Nachrichten über die [Covid-19-]Situation in anderen Ländern hören.“ Das Bewusstsein, dass dieser Virus gefährlich ist, existiert also. Bei einer in Zusammenarbeit mit der WHO eingerichteten Notrufnummer gingen im Zeitraum vom 13. bis 17. März über 22.000 Anrufe ein. Laut Dr. Basudev Pandey, dem Direktor der Abteilung „Epidemiology and Disease Control“ („Epidemiologie und Seuchenbekämpfung“), zeige das, wie sehr die Öffentlichkeit nach zuverlässigen Informationen hungert. Auch warnen die Medien, wie auch hier in Deutschland, vor falschen Nachrichten, sogenannten Fake-News.

27.03.2020
Maßnahmen Nepals (2)

Nepal

In Nepal warnen Experten vor der Gefahr, dass Personen aus stark von der Pandemie betroffenen Ländern in Nepal einreisen, ohne sich vorher kontrollieren zu lassen. Wer jetzt Urlaub in Nepal machen wollte, dem hat die Regierung längst schon einen Strich durch die Rechnung gemacht. Mittlerweile gelten auch starke Einschränkungen im Flugverkehr. Zwei andere Maßnahme erreichten auch die deutschsprachigen Medien: Zum einen, dass Nepal die Tourismuskampagne 2020 gestoppt hat, zum anderen, dass Nepal alle bereits erteilten Genehmigungen zur Besteigung des Mount Everest streicht – und das in der Hauptklettersaison im Frühling.

27.03.2020
Maßnahmen Nepals (1)

Nepal
Das Zentrallabor sei nur für die Untersuchung von 500 Covid-19-Fällen pro Woche ausgestattet. Laut Experten des öffentlichen Gesundheitswesens sei dies viel zu wenig. Außerdem mangelt es an der nötigen Schutzausrüstung und medizinischem Personal. Es besteht die Gefahr, dass es sich selbst mit der Krankheit ansteckt. Trotzdem, die Regierung scheint mit viel Engagement das Virus zu bekämpfen. So berichtet uns Nima Tshering Lama, unser Projektkoordinator in Nepal: „Die nepalesische Regierung […] bereitet sich auf die Quarantäne vor, mobilisiert eine große Anzahl an Ärzten für Gesundheitsuntersuchungen an Menschen, die aus infizierten Ländern kommen. Außerdem es gibt zahlreiche Öffentlichkeitskampagnen auf verschiedenen sozialen Medien, um Sicherheits- und Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen.“

Nepals Gesundheitswesen

Das Gesundheitssystem in Nepal weist große Mängel auf. Zu wenig Geld kann das Land in die Gesundheit ihrer Bürger investieren. Uns, den Mitgliedern der Schülerfirma, fallen daraus folgende Probleme natürlich nur im Kleinen auf – Stichwort Sauberkeit des Trinkwassers oder sanitäre Einrichtungen. Es gibt keine Krankenversicherung – jede Behandlung ist im Voraus zu bezahlen. Die Statistiken sind erschreckend: Jedes dritte von 100 Kindern stirbt, ehe es das fünfte Lebensjahr erreicht hat (2018). Die Gründe: Trinkwasserverschmutzung, Mangelernährung oder einfache Infektionen. Nepalesischen Kindern, die heute geboren werde, sagt man eine etwa 10 Jahre niedrigere Lebenserwartung voraus, als Deutschen (2016). Gemäß WHO kommt auf mehr als 5.000 Einwohner ein Arzt, auf mehr als 80.000 Einwohner ein Zahnarzt.

Wenn man diese Zahlen liest, wird klar: Eine Pandemie wie diese bedeutet für ein Land wie Nepal etwas ganz anderes als für Deutschland.

mehr

Eine gute Quelle für News aus Nepal ist "The Kathmandu Post"
kathmandupost.com (englisch)

 

Dort wurde auch eine Seite eingerichtet, auf der man die aktuellen Zahlen fast live mitverfolgen kann:
kathmandupost.com/covid19 (englisch)

 

Die offizielle COVID-19-Seite der nepalesischen Regierung:
covid19.ndrrma.gov.np (englisch)

 

Zuverlässige Informationen über Nepals Gesundheitswesen:
WHO / Nepal (englisch)

 

Anschauliche Zahlen und Fakten zum Coronavirus:
Google

Wie wir helfen

In Nepal gibt es eine Vielzahl an Tagelöhnern, Saisonarbeitern und Wanderarbeitern, also Menschen, die an verschiedenen Orten einfache Arbeiten annehmen. Sie leben "von der Hand in den Mund". In ganz Nepal herrscht seit dem 24. März wegen der Coronakrise die Ausgangssperre. Für die nepalesischen Wanderarbeiter heißt das überhaupt keine Einnahmen und somit für sie und ihre Familien nichts zu essen. Eine Bürgerinitiative, mit der unsere Projektpartner in Nepal schon nach dem Erdbeben zusammengearbeitet haben, versucht zu helfen. Sie senden Lebensmittelpakete an betroffene Familien.

Wir haben uns entschieden, diese mit 500$ zu unterstützen. Damit helfen wir 38 vierköpfige Familien, die sich von den Lebensmittelpaketen etwa eine Woche lang ernähren können.

Hier der Link zur Kampagne:
gofundme.com

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Max Porstmann

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