Schulpartnerschaft überwindet Grenzen!
03.02.2024

Der Magier des Lichts ist zurück in Freiberg !

Volkmar Herre im Theater Freiberg

Wir laden Sie herzlich ein, zu einem Film gemalt aus Licht mit Bildern, die die Zeit konservieren, die Zeit und Raum durchlaufen, eingefangen mit analoger Fotografie, mit der Camera obscura und mit Lichtkästen. Am 5. Mai 2024 können Sie in diese Parallelwelten eintauchen. In einer kleinen Ausstellung können Sie bereits 13.00 einige ausgewählte Bilder bestaunen. 15.00 und 19.00 zeigt das Theater Freiberg seine Fotografie in filmischen Sequenzen. Lernen Sie den Magier des Lichts – Volkmar Herre und auch seine einzigartige Technik, die Herrografie – kennen.

Das Catering-Team der Schülerfirma wird die kulinarische Versorgung übernehmen. Die fotointeressierten Schüler der Firma werden Sie gemeinsam mit Volkmar Herre herzlich im Theater Freiberg in Empfang nehmen.

Wir freuen uns auf Sie! Weiteres zum Projekt folgt

 

Alles wichtige in Kürze: 

Volkmar Herre am 5. Mai im Theater Freiberg

13 Uhr Eröffnung einer kleinen Ausstellung als Gast des Kunstvereins

15 Uhr erste Veranstaltung filmische Sequenzen: https://www.mittelsaechsisches-theater.de/spielplan/mit-film-volkmar-herre-magier-des-lichts-432

19 Uhr zweite Veranstaltung filmische Sequenzen: https://www.mittelsaechsisches-theater.de/spielplan/mit-film-volkmar-herre-magier-des-lichts-433

 

Wie es dazu kam – Die Schülerfirma einmal anders:

 

H istorie war eine private Recherche – Suche nach der Edition „Venus-Baum III“

E ine erfolgreiche Spur im März 2023 – Kontaktaufnahme mit dem Künstler Volkmar Herre

R ückkehr nach Freiberg – eine Idee nimmt Gestalt an

R ügenreise – Ausstellung Göhren, Ausstellung Putbus, Performance, Gespräche in Stralsund

E indrücke – Projekt: Ausstellung und Performance im Theater, Referat in der Schule

 

Stadtsilhouette, 1960

Letzter Schultag, 1960

 

 

 

 

 

 

 

 

Volkmar Herre:

Seit der Kindheit fasziniert Volkmar Herre die analoge Fotografie – das Gestalten eines Vorgangs, bei dem mit Licht gemalt wird. Die Ausübung seines Berufs war über 30 Jahre gekennzeichnet von Pflicht und Kür nach professionellen Standards.

1997 Hinwendung zur Camera obscura:

Die Bildaufzeichnungen verlangen Zeit jenseits des Augenblicks.

Das sichtbare Abbild wird verwandelt. 

Es offenbart sich archaische Schönheit.

 

Insel Vilm, 1997

Kreidefelsen, 1997

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Jahrelange Erfahrungen mit der Lochfotografie, Beobachtungen im Fotolabor und das Nachdenken über Zeit als Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft führen zu einem völlig neuen Verfahren, der »Herrografie«, mit Dauerbelichtungen bis zu einem Jahr – Transzendenz pur.

 

Herrografie: 370 Tage Belichtung

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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Andere über Volkmar Herre:

»Volkmar Herre übt sich als Fotograf in der Geduld der Weisen, denen Erkenntnis aus Demut wächst; die noch warten können, warten auf die immer seltener werdenden Momente der Offenbarung. Es ist die immer mehr und bewusster betriebene Zurücknahme des technisch möglichen Raffinements, die die Annäherung … der Ebenen ermöglicht, auf denen sich das Phänomen der Gestaltwerdung von Kunst ereignet.« (Walter G. Goes)

 

»Es scheint, als meide er (Volkmar Herre) die leuchtende, symbolträchtige Sonne, als fliehe er vor der Schönheit einer hell erstrahlenden Landschaft und warte stattdessen auf niesenden Regen, auf leise Nebelschwaden, auf die melancholische Atmosphäre eines bedeckten Himmels und verschwimmender Horizonte. Sobald aber die Skeptiker die entstandenen Fotografien betrachten, gehen sie symbolisch auf die Knie angesichts so noch nie erlebter Offenbarung und bisher nie gesehener Schönheit und Erhabenheit von Natur.« (Reinhard Piechocki)

 

»Volkmar Herre … mit der Camera obscura arbeitend, deren weiche Konturen Geschichte zum Vorschein bringen, wo das bloße Auge nur fest umrissene Gegenwart sieht, hat die Landschaft der Ostseeküste so eindringlich festgehalten, wie es zum letzten Mal die Maler der Romantik getan haben.« (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

 

»Fotomotive in Deutschland erscheinen mir oft langweilig, nicht so bei Volkmar Herre. Es ist der andere Blickwinkel, die Kleinigkeit, das Detail, das Unscheinbare, das sich in den Vordergrund drängt. In seinen Lichtkästen schafft Zeit Kunst und Natur malt.« (Melissa Grießbach, Mitglied der Schülerfirma Namaste Nepal S-GmbH)

 

» Volkmar Herre hält genau das fest, was den meisten Menschen in ihrem hektischen und hastigen Lebensalltag entgeht. Bilder in Dimensionen, Lichtspiele, schattenhafte Konturen, Unklarheit, Mystik, Übersinnliches und doch Vertrautes finden sich in seinen Werken wieder. Den Zeitraum mehrerer Monate, eines Jahres konserviert in einem Bild, einfach unvorstellbar«(Clara Hertzsch, Mitglied der Schülerfirma Namaste Nepal S-GmbH)

 

 

Volkmar Herre über Volkmar Herre:

»Camera obscura bedeutet für mich das Wunder, wenn durch ein kleines Loch ins Dunkle einfallendes Licht die Welt als magisches Abbild aufscheinen lässt. Der Vorgang ist erklärlich, doch es bleibt Staunen.

Fotografisches Material reagiert hier langsam.

Im latenten Verschmelzen unzähliger Augenblicke vollzieht sich Verwandlung.

Vertrautes wird Fremde.

Bewegung wird Stille.

Dauer wird Unendlichkeit.«

»Bei meinem Alleinsein in der Natur und Betrachtungen in Demut führe ich Zwiesprache, ergründe Natursprache, berühre Geheimnisse. Mit dem Erkennen von Sinn finde ich entsprechende Form. Doch das Bild vor Augen ist loszulassen für Visionen jenseits des Augenblicks. Nach Öffnen des Lochs wirkt das Licht im Dunkel.

Eine Minute, zehn Minuten, oft länger. Geschenkte Zeit.

Ein Bild wird geboren.

Es erzählt Geschichten.

Es lebt von einer wundersamen »Mitte«.

Es ist durchdrungen von Stille.«

»Wenn ich auf der Insel Rügen, auf der Insel Vilm oder an anderen Orten Naturräume aufspüre, um meiner fotografischen Leidenschaft zu frönen, kann dies Imposante, aber auch Unscheinbare Inspirationsquelle sein.

Besonders Tage feuchter Nebelstille verhelfen mir zu Bildern archaischer Schönheit.

Ein wundersames inneres Leuchten zeugt von der Aura des Lichts.

Variationen vom Werden und Vergehen.«

 

Kurz-Vita Volkmar Herre: 

  • 1943 in Freiberg geboren
  • lebt in Stralsund
  • Schule und Abitur in Freiberg
  • nach der Schulzeit Ausbildung zum Schriftsetzer in Freiberg
  • neben Musikunterricht, Zeichenkursen und anderen Hobbys wird die Fotografie Berufswunsch
  • 1963–1968 Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig, Diplom als Fotografiker
  • Mitglied im Verband Bildender Künstler
  • 1969 freischaffend für Kunstverlage in Leipzig
  • Landschaft und Natur sind freie Themen
  • zahlreiche Reisen nach Rügen
  • experimentelle Zyklen
  • 1991 Künstlerbund M-V im BBK
  • 1996 Verlag Edition herre
  • 1997 Zäsur im Schaffen mit linsenloser Fotografie
  • 2012 neues Bildverfahren »Herrografie«
  • 2022 Gestaltung filmischer Sequenzen
  • zahlreiche Publikationen, Ausstellungen im In- und Ausland

Fotografien erwerben und mehr zum Künstler erfahren: https://www.edition-herre.de/

 

Karten können Sie bestellen unter: https://www.mittelsaechsisches-theater.de/spielplan/mit-film-volkmar-herre-magier-des-lichts-433

Autor:

Clara Hertzsch

Marketing-Abteilungsleiterin